
Warum wir die Heizgeräte für Badezimmer einem „Dampftest“ unterziehen Seien wir ehrlich: Badezimmer sind ein Albtraum für Elektronikgeräte. Zwischen dem dichten Dampf, den versehentlichen Spritzern sowie den starken Temperaturschwankungen von extrem niedrigen bis zu tropischen Werten innerhalb von fünf Minuten ist es eine harte Umgebung für Heizelemente. Auf der Verpackung finden Sie sicherlich die Angabe „IP65“. Das ist gut – das bedeutet, dass der Gehäuseaufbau Staub sowie etwas Wasser abwehrt. Doch diese Angabe gibt nur einen Momentaufnahme wieder. Sie sagt nichts darüber aus, was mit den Materialien nach zwei Jahren täglicher Nutzung geschieht. Deshalb verlassen wir uns nicht nur auf diese Angabe. Jede Charge wird vor dem Verkauf einem Test unter feuchter Hitze unterzogen. Die Gefahren des Dampfs Wasserdampf ist äußerst klein – viel kleiner als ein Wassertropfen. Im Laufe der Zeit dringt die Feuchtigkeit durch Dichtungen, die mit bloßem Auge als luftdicht erscheinen. Wenn die Feuchtigkeit in die elektrischen Kontakte oder die Quarzlampe gelangt, kann das zu Oxidationen oder sogar zu einem totalen Kurzschluss führen. Um das zu verhindern, simulieren wir in wenigen Wochen die Bedingungen eines Badezimmers über Jahre hinweg. Wir unterziehen die Geräte extremen Temperaturen und Feuchtigkeitsbedingungen, damit schwache Lötstellen oder schlechte Dichtungen bereits im Labor versagen – und nicht erst in Ihrem Zuhause. Umgang mit thermischen Schocks Infrarotlampen werden unglaublich heiß. Wenn diese intensive Hitze auf ein kühles, feuchtes Badezimmer trifft, entsteht ein thermischer Schock. Wir achten besonders darauf, ob es zu einer langsamen Deformation des Plastiks oder Gummis kommt. Wenn eine Dichtung auch nur um eine winzige Menge zusammengequetscht wird, ist der Wasserschutz zerstört. Kompromisse Es ist nicht billig, Heizgeräte herzustellen, die diesen Bedingungen standhalten können. Wir müssen hochwertigere Silikon-Dichtungen sowie spezielle Beschichtungen für die internen Kabel verwenden, um Korrosion zu vermeiden. Dadurch werden die Geräte etwas größer und deren Herstellung kostet mehr. Man kann einfach kein Plastikdeckel über die Lampe legen und darauf hoffen, dass alles funktioniert. Wir konzentrieren uns auf die Schwachstellen – insbesondere dort, wo die Kabel in das Gerät einführen und wo sich die Lampensockel befinden. Wenn ein Heizgerät 500 Stunden lang Dampf ausgesetzt sein kann, ohne dass die Isolierung Schaden nimmt, dann ist es bereit für den Einsatz. Das bedeutet: Sobald man aus der Dusche kommt, funktioniert das Heizgerät einfach weiter – keine defekten Lampen, keine ausgefallenen Sicherungen. Nur Wärme.