
Infrarotheizungen im Badezimmer einsetzen – ohne das Haus in Brand zu setzen
Seien wir ehrlich: Die Verwendung von Hochspannungs-Infrarotlampen im Badezimmer ist etwas wie das Spielen mit Feuer. Nun ja, nicht wirklich mit Feuer – aber mit Elektrizität und Dampf. Wenn 220 V direkt neben einer heißen, dampfigen Dusche angelegt werden, ist jeder kleine Spalt im Isoliermaterial im Grunde eine Einladung zu einem Kurzschluss.
Dampf bleibt nicht einfach dort, wo er entsteht – er dringt überallhin ein. Er findet die kleinen Risse in den Standarddichtungen und setzt sich direkt auf die Anschlüsse der Lampe. Schnell entsteht so eine Leitverbindung vom Leiterkabel zum Gehäuse der Lampe. Das ist natürlich nicht gut.
Um das zu verhindern, reicht es nicht aus, die Kabel einfach mit einer Kunststoffabdeckung zu bedecken und darauf zu hoffen, dass alles gut geht. Wir verwenden stattdessen hermetisch abgeschlossene Quarzgehäuse sowie spezielle Dichtstoffe. Man kann das als „Wasserdichtigkeit auf höchstem Niveau“ betrachten. In Kombination mit Silikon-Dichtungen und Gehäusen mit IP-Zertifizierung bleibt die Innenausstattung auch in der Sauna trocken.
Was man eigentlich für die Hardware benötigt
Man braucht eine Lampe mit hochwertigem Quarzglas sowie verstärkten Endkappen. Der Punkt, an dem die Filamente mit dem Glas verbunden sind, sollte verschweißt sein. Ich empfehle in der Regel Steckverbinder vom Typ R7 oder ähnliche. Der Trick besteht darin, diese Verbinder in einem wasserdichten Gehäuse unterzubringen. So kann Wasser nicht direkt auf die Kontakte tropfen – schließlich ist das meist der Punkt, an dem Probleme auftreten.
Auch bei den Kabeln sollte man keine Kompromisse eingehen. Verwenden Sie Kabel mit Silikondämmung. Solche Lampen können von Raumtemperatur auf 600 °C erhitzt werden. Normale Kabel würden bei solchem Druck zerbrechen – Silikon hingegen kann die Hitze ohne Probleme aushalten.
Das schwierige Problem: Hitze gegen Wasser
Es gibt jedoch ein Problem: Wenn man alles zu fest abdichtet, um Wasser draußen zu halten, bleibt die ganze Hitze im Gehäuse. Wenn die Hitze keinen Ausweg hat, wird das Gehäuse schließlich schmelzen. Es handelt sich dabei um ein Gleichgewichtsproblem – man braucht eine Konstruktion, die zwar wasserdicht ist, aber trotzdem einen guten Luftstrom zulässt, damit die Hitze entweichen kann.
Noch ein Tipp: Verbinden Sie die gesamte Anlage mit einem GFCI-Schalter. Selbst wenn man sicher ist, dass die Dichtungen perfekt sind, ist der GFCI-Schalter immer noch eine Sicherheitsmaßnahme. Falls eine Dichtung versagt, wird die Stromversorgung sofort unterbrochen. Das ist die einzige Möglichkeit, ruhig schlafen zu können.